Herkunft und Anbau

Bereits im 9. Jahrhundert wurde die Kaffeebohne und die Zubereitung des Kaffees in Äthiopien entdeckt. Heute lebt ein großer Teil der Bevölkerung der tropischen und subtropischen Zonen von der Produktion der Kaffeebohne, die ein ausgeglichenes Klima bevorzugt. Sträucher oder Bäume bilden die Kaffeepflanze und tragen die weißen Blüten, sowie die wertvollen Steinfrüchte. Im Inneren dieser Früchte befindet sich die Kaffeebohne, die die Grundlage für das beliebte Getränk darstellt. Diese werden als Samen zur Pflanzung neuer Kaffeepflanzen benutzt, die erst nach ungefähr vier Jahren einen optimalen Ertrag erreichen. Im Alter von 10 bis 20 Jahren befinden sich die Kaffeepflanzen am Maximum ihrer Ertragsmöglichkeiten, die im Anschluss daran immer weiter abnehmen. In der Regel werden die Früchte der Kaffeepflanze jährlich geerntet, obwohl in einigen Regionen am Äquator sogar zwei Ernten pro Jahr möglich sind. Da der Reifungsprozess von Frucht zu Frucht unterschiedlich sein kann, nimmt die Ernte einen Zeitraum von 10 bis 12 Wochen ein. Im Anschluss daran werden die gepflückten Kaffeebohnen speziell aufbereitet, um eine bestmögliche Qualität zu erreichen. Hierbei gibt es zahlreiche Methoden, die von den jeweils gegebenen Umständen abhängen. So kommt in wasserarmen Regionen oft nur die Trockenaufbereitung in Frage. Im Rahmen dieser Methode wird der Frucht sämtliches Wasser entzogen und die Haut, sowie das Fruchtfleisch können problemlos von der Kaffeebohne getrennt werden. Die höchste Qualität wird jedoch durch die Nassaufbereitung erzielt. Bei dieser Methode sind je Kilogramm Kaffee bis zu 150 Liter Wasser notwendig. Während eines Gärprozesses, der sogenannten Fermentation, erhält der Kaffee sein einzigartiges Aroma, das ihn so besonders macht.