Vakuumbereiter

Der Vakuumbereiter entstand durch eine Weiterentwicklung des Percolators zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die bekannteste Art von Vakuumbereitern bildet der sogenannte Glasballon. Hierbei befinden sich zwei separate Behälter unmittelbar übereinander. In das obere Glas wird das Kaffeepulver und in das untere Gefäß das Wasser eingefüllt. Mithilfe einer Spiritusflamme erhitzt der Vakuumbereiter das Wasser, welches sich dann ausbreitet und aufsteigt. Nun gelangt das Wasser durch das Steigröhrchen in den oberen Behälter und vermischt sich mit dem Kaffeepulver. Wird die Flamme zu diesem Zeitpunkt gelöscht, kühlt sich die Luft innerhalb des unteren Behälters ab. Dadurch entsteht ein Unterdruck, das sogenannte Vakuum, der den fertigen Kaffee ansaugt. Um den Kaffee zu servieren, musste die Kaffeemaschine aber erst einmal auseinander gebaut werden.

Heute wird der Vakuumbereiter kaum noch benutzt. Hierfür ist sicherlich seine umständliche Handhabung ein ausschlaggebender Punkt. Eine falsche Benutzung dieser Kaffeemaschine kann leicht zu Unfällen führen, da eine große Gefahr von der Spiritusflamme ausgeht. In der Vergangenheit hat es bereits einige Vorfälle gegeben, bei denen die Glasbehälter zerbarsten und umstehende Personen gefährdeten. Aus diesem Grund sollten nur erfahrene Personen einen Vakuumbereiter zur Herstellung von Kaffee benutzen.